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Nockberge, Kärnten · Juli 2026
Runde über die Almböden
Runde Kuppen, viel Himmel, überall Kühe, und auf der zweiten Hütte die besten Kasnudeln, die ich kenne.
Der Weg
Die Nockberge sind keine Berge, wie man sie als Kind zeichnet. Es sind runde, grüne Kuppen, eine hinter der anderen, dazwischen weite Almböden mit einzelnen Zirben. Man geht fast nur über Wiesen, sieht die nächste Hütte schon von weitem, und das Anstrengendste an der Runde sind die Gatter. Ich hab elf gezählt und jedes wieder zugemacht.
Ende Juni, Anfang Juli blüht der Almrausch. Dann sind ganze Hänge rosarot, und es summt überall. Ich war heuer ein bisserl zu spät dran, aber in den schattigen Mulden war noch genug.
Oben
Auf der ersten Hütte gab es nur Getränke und Kuchen, und ich hab mich zurückgehalten, weil ich wusste, was kommt. Auf der zweiten, kurz vor dem Ende der Runde, gibt es Kärntner Kasnudeln: Teigtaschen mit Topfen, Erdäpfeln und Minze, mit der Hand zugekrendelt, darüber braune Butter. Ich fotografiere eigentlich kein Essen. Da hätte ich fast.
Dazu ein Apfelsaft gespritzt, weil ich noch fahren musste, und hinterher ein Kaffee, weil ich sonst auf der Bank eingeschlafen wäre.
Das Wetter
Kein Gewitter, keine Hitze, dafür Wind. Auf den Kuppen hat er so gepfiffen, dass ich mitten im Juli die Haube aufgesetzt habe. Die Leute in kurzen Hosen haben gelacht, eine Kuppe später nicht mehr.
Beim nächsten Mal
Zwei Wochen früher, wegen dem Almrausch. Und Zeit lassen: Die Runde ist kurz genug, um irgendwo eine Stunde im Gras zu liegen.