AlmwegTagestouren zu Almen und Hütten

Wanderbuch aus Österreich · seit 2019

Rauf zur Alm, Jause, wieder runter.

Hier schreibe ich meine Tagestouren auf: zu Almen, auf denen im Sommer jemand Buttermilch ausschenkt, und zu Hütten, die man an einem Tag hin und zurück schafft. Keine Gipfelliste und keine Bestzeiten, eher die Frage, wo die Suppe gut war und wann ich hätte umdrehen sollen.

Ich wohne in Oberösterreich, gut eine Stunde mit dem Auto von den ersten richtigen Bergen. Die meisten Touren hier fangen deshalb mit einem Wecker um halb sechs an.

Ungefähr so schaut jede zweite Alm aus, die ich mag. Die Kühe sind ein bisserl klein geraten.

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Alle sieben Touren

Aus dem Tagebuch

Almabtrieb

Im Ort war Almabtrieb, und ich bin zufällig hineingeraten, weil die Straße gesperrt war. Man hört die Herde lange, bevor man sie sieht: zuerst die großen Glocken, dann Pfiffe, dann einen Traktor mit Musik. Die vorderen Kühe hatten Kränze aus Latschenzweigen und Papierblumen auf dem Kopf, eine sogar einen kleinen Spiegel zwischen den Hörnern.

Eine Herde kam ganz ohne Schmuck. Das heißt, dass oben im Sommer etwas passiert ist. Niemand hat darüber geredet, aber alle haben es gewusst und kurz weggeschaut. Danach gab es Bratwürstel im Stehen, und für mich war die Saison damit irgendwie offiziell vorbei.

Reif

Erster Reif auf der Bank vor der Hausalm. Handschuhe daheim. Natürlich.

Graupel im Kar

Auf dem Rückweg von der Hütte am Sattel ins Gewitter gekommen. Heil unten, nur sehr nass. Die ganze Geschichte steht bei der Tour. Hier nur, was ich mir merken will: Wenn der Hüttenwirt sagt, man soll jetzt gehen, dann geht man jetzt.

Das ganze Tagebuch